🚨 Moltbot geht viral – und legt hunderte Server offen

📲 Thursd-AI-Newsletter

👋 Willkommen zur nächsten Ausgabe des verdammt besten Newsletters der KI 🚀

Hier erfahrt ihr kompakt, was in der KI-Welt passiert – inklusive praktischer Use Cases für den gezielten Einsatz aktueller Trends.

... ihr habt diese Mail weitergeleitet bekommen? Dann sagt Danke – und fühlt euch herzlich eingeladen, sie ebenfalls weiterzuleiten. 💌

Heutige Themen:

  • 🚨 Moltbot geht viral – und legt hunderte Server offen

  • 🎨 Z-Image Base setzt auf Qualität statt Geschwindigkeit

  • 🔍 Gemini lernt, Bilder aktiv zu untersuchen

  • ✍️ OpenAI startet Prism – kostenlosen KI-Editor für Forschende

  • ⚠️ Anthropic-Chef Amodei warnt vor KI-Risiken

TRENDING

🧐 Was ist passiert?

Der österreichische Entwickler Peter Steinberger hat mit Moltbot einen lokalen KI-Assistenten gebaut, der binnen Wochen über 44.000 GitHub-Sterne sammelte. Der Bot läuft auf eigener Hardware, integriert sich in Messenger wie Telegram, WhatsApp und Signal und kann Aufgaben wie Kalender-Management oder Flug-Check-ins automatisieren. Ursprünglich hieß das Projekt „Clawdbot" – bis Anthropic wegen Markenrechtsverletzung ein Rebranding erzwang. Doch der eigentliche Skandal liegt woanders: Sicherheitsforscher fanden hunderte ungeschützte Server mit öffentlich einsehbaren Zugangsdaten.

🔐 Schlüsselpunkte

  • Moltbot genehmigt Localhost-Verbindungen automatisch ohne Authentifizierung – bei Deployments hinter Reverse-Proxies ein fatales Designproblem

  • Eine simple Shodan-Suche liefert hunderte exponierte Instanzen mit API-Schlüsseln, Bot-Tokens und kompletten Chat-Verläufen

  • Per Prompt-Injection extrahierte ein Sicherheitsforscher in fünf Minuten einen privaten Schlüssel mit Root-Rechten

  • Die Blockchain-Sicherheitsfirma SlowMist identifizierte mehrere hundert kompromittierte API-Schlüssel

  • Der virale Erfolg trieb Cloudflares Aktie um 14 Prozent nach oben – viele Nutzer:innen verstehen jedoch nicht, was sie installieren

🤔 Warum ist das für dich relevant?

Moltbot ist ein Lehrstück darüber, was passiert, wenn ein technisch anspruchsvolles Projekt auf eine Nutzer:innenbasis trifft, die Sicherheitsrisiken unterschätzt. Die Idee eines lokalen KI-Assistenten mit Systemzugriff klingt verlockend – keine Cloud-Abhängigkeit, volle Datenkontrolle. Doch genau dieser Vollzugriff macht das System per Definition zum Sicherheitsrisiko. Moltbot zeigt, dass autonome KI-Agenten technisch längst machbar sind – aber auch, dass die nötige Infrastruktur für einen sicheren Betrieb noch fehlt.

AUS DEM STARTPLATZ AI HUB

📅 11. Februar 2025 | 🕕 Ab 18:00 Uhr |📍 STARTPLATZ Köln

Es ist soweit – unsere Startups aus Batch #1 des STARTPLATZ KI Accelerators pitchen ihre Fortschritte! Erlebe live, wie sich die Teams in den letzten Monaten entwickelt haben und welche Lösungen sie auf den Markt bringen. Der Demo Day ist deine Chance, die innovativsten KI-Startups aus NRW kennenzulernen, Fragen zu stellen und dich mit der Community zu vernetzen.

PIXITS INSIGHTS

🧐 Was ist passiert?

Alibaba hat mit Z-Image Base das Basismodell seiner Open-Source-Bildgenerierung veröffentlicht – konzipiert für maximale Bildqualität und stilistische Vielfalt statt schnelle Generierung. Während das bereits bekannte Z-Image Turbo auf Geschwindigkeit optimiert ist, nimmt sich Base deutlich mehr Rechenzeit pro Bild. Das Ergebnis: detailreichere Bilder, mehr Variation zwischen Generierungen desselben Prompts und ein insgesamt „kreativeres" Verhalten. Base dient zudem als Ursprungsmodell, aus dem Turbo als schnellere Variante abgeleitet wurde.

🔐 Schlüsselpunkte

  • Z-Image Base ist das Ursprungsmodell der Familie – optimiert auf Qualität, nicht auf Tempo

  • Mehr Rechenschritte ermöglichen feinere Details und subtilere Nuancen

  • Das Modell produziert mehr Variation bei gleichen Prompts – Posen, Layouts und Stimmungen variieren stärker

  • Ideale Einsatzgebiete: High-End-Artwork, stilistische Exploration und anspruchsvolle kommerzielle Projekte

  • Turbo bleibt die Empfehlung für interaktive Tools, bei denen Geschwindigkeit zählt

🤔 Warum ist das für dich relevant?

Bei Bildgenerierung gibt es kein „besser" – nur Trade-offs. Z-Image Base und Turbo bedienen unterschiedliche Anforderungen: Base für Kreative, die maximale Qualität und stilistische Bandbreite brauchen, Turbo für Anwendungen mit Echtzeit-Anforderungen. Wer experimentieren und möglichst vielfältige Ergebnisse will, greift zu Base. Für schnelle Iterationen im Arbeitsalltag bleibt Turbo die praktischere Wahl.

Partnerschaft mit Pixitai.io

KI IN DER PRAXIS

🧐 Was ist passiert?

Google DeepMind erweitert sein Gemini-3-Flash-Modell um eine Funktion namens Agentic Vision. Statt Bilder nur einmal passiv zu verarbeiten, kann das Modell sie nun aktiv untersuchen – durch Zoomen, Zuschneiden und Manipulieren per selbst generiertem Python-Code. Die Technik folgt einem sogenannten Think-Act-Observe-Loop: Das Modell analysiert die Anfrage, formuliert einen Plan, führt Code aus und inspiziert das Ergebnis, bevor es antwortet. Google gibt an, dass die Methode Benchmark-Ergebnisse um 5 bis 10 Prozent verbessert.

🔐 Schlüsselpunkte

  • Das Modell generiert und führt Python-Code aus, um Bilder iterativ zu zoomen, zuschneiden oder zu annotieren

  • Ein Bauplan-Startup nutzt die Funktion bereits, um hochauflösende Pläne auf Vorschrifteneinhaltung zu prüfen – mit 5 Prozent mehr Genauigkeit

  • Bei visueller Mathematik kann Gemini Tabellen parsen und Berechnungen ausführen statt zu halluzinieren

  • Einschränkung: Funktionen wie Bildrotation oder Mathematik erfordern noch explizite Anweisungen im Prompt

  • OpenAI führte vergleichbare Fähigkeiten bereits mit dem o3-Modell ein

🤔 Warum ist das für dich relevant?

Klassische Bildmodelle scheitern oft an Details – ein übersehenes Element bleibt übersehen. Agentic Vision adressiert genau dieses Problem, indem es Modellen erlaubt, Bilder schrittweise und gezielt zu analysieren. Für Anwendungen mit hochauflösenden Dokumenten wie Baupläne, technische Zeichnungen oder Satellitenbilder könnte das einen echten Unterschied machen. Allerdings zeigt sich auch: Die Technik ist noch nicht ausgereift. Viele Funktionen erfordern manuelle Prompts, und bislang unterstützt nur das Flash-Modell die neue Fähigkeit.

DAS NEUESTE AUS DER KI WELT

OpenAI hat mit Prism einen KI-Workspace für wissenschaftliches Schreiben vorgestellt – kostenlos für alle mit ChatGPT-Konto. Das Tool kombiniert einen LaTeX-Editor (das Standardformat für akademische Texte mit Formeln), Literaturverwaltung und KI-Assistent. Die KI hat Zugriff auf das gesamte Dokument, kann beim Schreiben und Strukturieren helfen, Fachliteratur aus Quellen wie arXiv einarbeiten oder handgeschriebene Gleichungen per Bild-Upload umwandeln. Prism basiert auf Crixet, einer LaTeX-Plattform, die OpenAI übernommen hat. Für Business- und Enterprise-Kunden folgt die Verfügbarkeit später.

Dario Amodei, CEO von Anthropic, hat in einem rund 20.000 Zeichen langen Blogbeitrag vor den Risiken leistungsstarker KI gewarnt. Die Menschheit müsse „aufwachen" und sich der potenziell katastrophalen Folgen bewusst werden – von großflächigen Arbeitsplatzverlusten bis hin zu Bioterrorismus. Starke KI-Systeme würden in wenigen Jahren „viel leistungsfähiger als jeder Nobelpreisträger" sein, so Amodei. Die bisherigen Sicherheitsvorkehrungen seien unzureichend. Gleichzeitig warnt er vor Überreaktionen – diese könnten zu einem autokratischen Überwachungsstaat führen.

WAS DIESE WOCHE PASSIERT

Upcoming events:

TOOL-TIPP

  1. Moltbot - Persönlichen KI-Assistenten per Chat steuern und Aufgaben automatisieren

  2. PersonaPlex - Natürliche KI-Gespräche mit individueller Stimme und Rolle erstellen

  3. Z-Image - Hochwertige Bilder effizient mit Open-Source-KI generieren

Wir lesen täglich eure E-Mails, Kommentare und Umfrageantworten.

Klick auf "Antworten" und lass uns wissen, wovon du mehr willst!

Bis zum nächsten Mal, Das Startplatz AI Hub Team.

Wie hat dir diese Ausgabe gefallen?

Login oder Abonnieren um an umfragen teilzunehmen.